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Kursnummer: YB1.00.010

Info: VHS-Studienreise „Breslau und das Tal der Schlösser – Ein gemeinsames deutsch-polnisches Kulturerbe“
Datum 03. bis 05.07.2020
Schlesien gehört zu den interessantesten Kulturlandschaften Europas. Kaum eine Region war so den Wechselfällen der Geschichte ausgesetzt. Seine bewegte Geschichte wurde nach 1945 lange verdrängt.
Wir machen uns auf, den Spuren dieser Geschichte zu folgen. Aber wir wollen auch mit den heutigen polnischen Schlesiern ins Gespräch kommen.
Tag 1
Unser moderner Reisebus fährt uns von Oranienbaum über Bitterfeld und einem Halt in der Nähe des Schkeuditzer Kreuzes in Richtung Riesengebirge. Ziel ist das Hirschberger Tal, eine malerische Landschaft, deren Schönheit in der Schneekoppe gipfelt. Vor allem zur Zeit der Romantik schufen hier Adlige und wohlhabende Bürger eine einzigartige Kulturlandschaft. Sie errichteten zahlreiche Sommerresidenzen und verbanden diese durch idyllische Gärten und Parks miteinander. Es heißt, das Hirschberger Tal besäße die höchste Dichte an Burgen und Schlössern in ganz Europa.
Erster Station ist das kleine Dorf Boberröhrsdorf. Für einige Minuten pilgern wir auf dem Jakobsweg und erreichen dann den eindrucksvollen Wohnturm. In diesem sind die ältesten profanen Wandmalereien in ganz Schlesien zu sehen. Auf ihnen werden Geschehnisse um den legendären König Artus und seine Ritter der Tafelrunde dargestellt.
Jetzt geht es aber weiter nach Stonsdorf, wo wir im alten Schloss der Fürsten Reuß erwartet werden. Nach einem stilvollen Mittagessen (und vielleicht einem Gläschen Stonsdorfer) spazieren wir durch den englischen Landschaftpark.
Der Bus bringt uns jetzt direkt ins Riesengebirge, nach Agnetendorf. Hier in Bergeshöhe liegt das bekannte Haus Wiesenstein, Wohn- und Sterbehaus des Literaturnobelpreisträgers Gerhart Hauptmann. Nach einer Führung durch dieses „jüngste Schloss Schlesiens“ geht es ins Schloss und Gut Lomnitz, wo Kaffee und Kuchen für uns bereit stehen. Bei einer anschließenden Führung durch das Große Schloss kann man das Aufbauwerk einer jungen deutschen Familie erleben. Denn die Enkelgeneration der letzten deutschen Eigentümer erwarb den Schlosskomplex nach der Wende und sanierte ihn aufwändig.
Letzte Etappe ist nun die Fahrt ins Schlosshotel „An den Teichen“ in Niederstonsdorf, wo moderne und bequeme Zimmer auf uns warten. Gemeinsam essen wir zu Abend und lassen den Tag vielleicht bei einem Glas Wein gemütlich ausklingen.
Tag 2
Nach dem Frühstück fahren wir nach Breslau, die alte und neue Hauptstadt Schlesiens. Breslau ist ein Gesamtkunstwerk und gilt als eine der schönsten Städte Europas. Im ausgehenden Mittelalter gehörte die Stadt zu den vier größten Städten des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Warum man Breslau auch Venedig Schlesiens nennt, wird ihnen beim Überqueren der vielen Brücken bewußt. Zunächst werden wir im ehemaligen Königsschloss erwartet, dessen Ausstellung vor Augen führt, dass die Geschichte Schlesiens eine gemeinsame deutsch-polnische ist. Für die Mittagspause zur freien Verfügung erhalten alle Teilnehmer Stadtpläne.
Nun erwartet uns die Vorsitzende der deutschen Minderheit, die uns ihre wunderschöne Stadt zeigen wird. Wichtige Höhepunkte sind dabei nicht nur der Markt mit dem historischen Rathaus oder die vielen Kirchen, sondern auch das barocke ehemalige
Jesuitenkloster, das später zur traditionsreichen Universität wurde. Vor wenigen Jahren wurden hier barocke Malereien bis ins Detail rekonstruiert, übrigens durch einen Deutschen. Auch das gehört zur neuen schlesischen Geschichte.
Daneben gibt es aber auch jahrhundertealte Bauten aus der Renaissance, Barock und dem Jugendstil zu erleben. Breslau wurde 2016 zur Kulturhauptstadt Europas gewählt, völlig zu Recht, wie wir finden. Mit seinen Festivals, Konzerten, Ausstellungen und mehr als 140.000 Studenten ist die alte Stadt Breslau im besten Sinne jung.
Am Abend geht es nun wieder ins schöne 3* Hotel Wasserschloss “Palac na Wodzie“ nach Stonsdorf
Tag 3
Den Vormittag wollen wir für eine Rundfahrt nutzen, um uns einen genaueren Überblick über die Schlösser, ihre Architektur, Geschichte und den heutigen Zustand zu machen. Dabei treffen wir auf Erfolgsgeschichten, Enttäuschungen und Überraschungen.
Wie aus einem Märchenbuch mutet dabei das frisch restaurierte Wasserschloss Fischbach an, in dem wir zu Mittag essen.
Der Bus fährt uns jetzt schon ein wenig nach Nordwesten Richtung schlesische Oberlausitz. Auch das Schloss Lenno hat eine bewegte Geschichte. Einst mittelalterliche Grenzburg, wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg ein neues Schloss gebaut. Der jetzige engagierte Eigentümer kommt aus Belgien und restauriert unermüdlich. Nach einer Führung durch den Garten und das Schloss warten Kaffee und selbstgebackener Kuchen auf uns, bevor wir wieder nach Hause gefahren werden.
im Reisepreis enthaltene Leistungen
- Begleitung durch Fachreiseleiter
- 2 Übernachtungen mit Halbpension im 3* Wasserschloss “Palac na Wodzie“
- Fahrt mit 3-Sterne-Reisebus
- Eintritt Wohnturm Boberröhrsdorf
- Eintritt Haus Wiesenstein
- Parkführung Schloss Ober-Stonsdorf
- Kaffee & Kuchen im Schloss und Gut Lomnitz/Lomnica
- Führung durch Schloss Lomnitz
- 2 Mittagessen in Schlosshotels
- Stadtführung mit der Vorsitzenden der deutschen Minderheit durch Breslau
- alle Eintritte Breslau inkl. Audioguide Königl. Schloss
- Eintritt und Führung Schloss Lenno
- Besichtigung der herrschaftlichen Anlagen Buchwald und Fischbach
Verantwortlich im Sinne des Reiserechts:
Kulturwerk Mitteldeutschland, Dagny Prasse, Gutshof 3, 06258 Burgliebenau, es gelten deren AGB

Kosten: 0,00 € €

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